Archive for the 'German Posts' Category

Es sollte sich doch mindestens lohnen…

…. über den Mindestlohn zu sprechen! Den ausführlichen Schrieb zu diesem Thema werde ich nachreichen. Im Moment möchte ich nur fragen: Brauchen wir den Mindestlohn wirklich? Bewirkt er nicht genau das Gegenteil von dem, was er bewirken sollte - nämlich mehr Wohlstand? Ich habe die Befürchtung, dass ein Mindestlohn zu diesem Zeitpunkt zur Streichung von Arbeitsplätzen und damit eben nicht zu mehr Geld im Geldbeutel des Konsumenten führen wird, sondern zu weniger Geld, das bei den Käufern ankommt. Und damit könnte der Wohlstand sinken, könnte sich das Wirtschaftswachstum verlangsamen… und Politiker gewählt werden, nur weil sie das Wort “Mindestlohn” im Kampf um Wählerstimmen gebraucht haben.

Ach ja, neulich im Restaurant überhört: “Ich habe mir schon überlegt Links zu wählen, nur so aus Protest, damit die da oben sehen, dass wir uns das alles nicht mehr gefallen lassen!” Ich überlasse es jedem selbst, hieraus seine Schlüsse zu ziehen.

Genmais führt zu Rechtsradikalismus

… oder mögen Rechtsradikale Genmais? Das ist so schwer zu sagen, aber folgender Link zeigt, dass eine Beziehung bestehen könnte. Und wenn nicht, so ist doch mindestens zu sehen, in welchem Teil Deutschlands die braune Fraktion ihr Unwesen treibt. Genau: auf der rechten Seite!

LINK

Herbstkollektion

Eine Konversation, die ich heute Morgen zufällig im Eiscafé vernahm.

Ein Ehepaar, die Frau Ende 40, der Mann älter.

Frau:     Sieh‘ dir die an!
Mann:  Wen?
Frau:     Na, die Frau, die da am Fenster vorbeiläuft. Dort, die mit den Tüten!
Mann:  Was ist mit der?
Frau:     Die war bei Escada einkaufen. Bestimmt so eine Neureiche, oder sie hat geheiratet.
Mann:  Wenn du mir damit etwas sagen möchtest –
Frau:     Nein, aber sieh‘ sie dir doch nochmal an!
Mann:  Das könnte ich vielleicht, wenn sie noch da wäre… Und überhaupt, worauf willst du hinaus?
Frau:     Wir waren bestimmt seit zehn Jahren nicht mehr bei Escada einkaufen.
Mann:  Also doch!
Frau:     Weißt du, die haben da diese neue Herbstkollektion. Schwarz und rosa.
Mann:  Rosa?
Frau:     Ja, so richtig knallpink! Glaubst du nicht, das würde mir stehen?
Mann:  Ganz ehrlich?
Frau:     Was soll das jetzt heißen?
Mann:  Dafür bist du zu alt.
Frau:     Ich, zu alt? Weißt du überhaupt, was du da redest?
Mann:  Jetzt werd‘ nicht gleich eingeschnappt.
Frau:     Ich bin bestimmt nicht eingeschnappt. Aber darf ich dich mal etwas fragen? Wer kauft sich die neuen Schuhe? Wer hat sich letztes Jahr ein schickes Cabriolet geleistet? Oder den Füller von Mont Blanc?
Mann:  Schatz…
Frau:     Richtig! Das warst du! Und da möchte deine Frau nur einmal etwas, da winkst du gleich ab.
Mann:  Jetzt beruhige dich doch.
Frau:     Nein, ich beruhige mich jetzt nicht… Ich bin ruhig… Du Schwein!
Mann:  Wie bitte?
Frau:     Du bist ein Ekel. Ein altes geiziges Dreckschwein.
Mann:  Das reicht jetzt!
Frau:     Oh, der Mann erhebt seine Stimme!
Mann:  Ganz recht! Und wenn du nicht gleich aufhörst –
Frau:     Ist das eine Drohung?
Mann:  Es sollte eine werden, ja.
Frau:     Was soll man davon halten? Dreißig Jahre glücklich verheiratet, und dann so etwas.
Mann:  Glücklich verheiratet nennst du das? Ein Albtraum war das!
Frau, ringt nach Luft.
Mann:  Ja, jetzt weißt du nicht, was du sagen sollst. Weil ich Recht habe.
Frau:     Niemals!
Mann:  Doch. Mir reicht’s!
Frau, steht auf:                Mir reicht es!
Mann:  So? Dann geh‘ doch. Ich wollte sowieso gerade gehen.
Frau:     Weißt du, was ich jetzt mache?
Mann:  Da bin ich ja gespannt.
Frau:     Ich gehe jetzt zu Escada, einkaufen.
Mann:  Ha!
Frau, möchte gehen, dreht sich noch einmal um:           Kannst du mir Geld geben?
Mann, zückt sogleich den Geldbeutel: Wie viel?

Guest Post: Musik bleibt Musik bleibt Musik bleibt Lifestyle

Flawless - WuzzlMusik bleibt Musik bleibt Musik bleibt Lifestyle

Teil I: Punk Punk Komma Strich, fertig ist das Arschgesicht

Ein kurzer Spaziergang durch die nächst größere Stadt genügt, um sich der Vielfalt an Stereotypen in unserer Gesellschaft vor Augen zu führen. Es liegt in der Natur des Menschen die Umwelt in Gruppen und Kategorien einzuordnen. Niemand, auch nicht der größte Moralist unserer Zeit, kann sich von dem Trieb freisprechen, Menschen nach dem Äußeren zu bewerten und innerhalb kürzester Zeit in ein Schema zu zwängen. All dies resultiert aus dem verzweifelten Versuch, die komplexe Welt um uns zu vereinfachen und suggeriert uns ein trügerisches Wissen über unsere Mitmenschen. Kaum hat man seinen Gegenüber in eine Schublade gesteckt, glaubt man sein Wesen bis ins kleinste Detail ergründet zu haben. Die musikalischen Vorlieben des jeweiligen Beobachtungsobjektes tragen dabei zu einem wesentlichen Teil zu dessen Verhalten und Aussehen bei, mal mehr mal weniger ausgeprägt.
Bei meinem kleinen Stadtspaziergang werde ich nun einmal versuchen all das Gesindel das mir über den Weg läuft auf das Aussehen zu reduzieren und einer musikalischen Sparte zu zuordnen . Nicht weil ich ein unbedingt engstirniger Mensch bin, sondern einfach nur weil es Spaß macht.

Nun gut, beginnen wir unsere Reise am Bahnhof, schließlich ist der die Anlauf- und Sammelstelle aller möglichen Menschen aus jeder erdenklichen Gesellschaftsschicht.
Vor allem in größeren Städten treffen hier vornehmlich zwei äußerst verfeindete Gruppen aufeinander, nämlich Menschen rechts- und linksextremer Einstellung. Wir wollen sie im folgenden Braune Scheiße und Punks nennen. Die Ersteren sind mit Springerstiefeln und Bomberjacken bekleidet und tragen oft einen stets modischen Kurzhaarschnitt. Wie man die bevorzugte Musikrichtung dieser Deppen nennen mag, will ich eigentlich gar nicht wissen… vielleicht Lärm, Müll oder „braune Mucke“? Ich weiß es nicht, möglicherweise hören sie auch nur Hetzreden von Adi und Konsorten. Lassen wir das.

Wenden wir uns lieber den Punks oder Punkern zu, welche meist demonstrativ nichts tuend auf Bänken und Mauern sitzen. Äußerlich fallen sofort die sehr gewagten Frisuren auf, die einem in allen Regenbogenfarben entgegenleuchten und dank absichtlich einrasierter kahler Stellen nur einen Bruchteil des Skalps bedecken. Gel und seltener Kontakt mir Wasser sorgen dafür, dass das Haupthaar in jede beliebige Richtung zu Stacheln aufgestellt werden kann. Ansonsten, viel Metall in Gesicht und sonst wo, viel Leder und Jeansstoff am Rest. Auffallend sind hier wieder einmal die Springerstiefel, welche getragen werden um Symbole der verfeindeten Faschos abzuschwächen.

Bei der Punkmusik selbst muss man zwischen verschiedenen Unterarten unterscheiden. Der klassische Punkrock zeichnet sich durch einfache aber treibende Rhythmik, wenige Akkorde (die berühmten drei Akkorde) und Grölgesang aus und verkündet die altbekannte „no future“ Aussage dieser Bewegung. Die zugrunde liegende anarchistische Dynamik äußert sich bei Konzerten im so genannten Pogo, bei der sich die Menge durch brachiales herumspringen und schubsen in einen Trance ähnlichen Zustand bringt, im Alltag durch schlichtes Nichtstun.

Andere Arten des Punkrocks und deren Vertreter findet man weniger auf Bahnhöfen als an wohnlicheren Orten. Anhänger des Emo-Punks (von emotional) findet man eher zu Hause, wo sie im Stillen leiden und cool sein können. Ihr Aussehen ist stark von der Skaterszene geprägt, was sich beispielsweise durch legere Kleidung wie Kapuzenpullis und Stoffhosen oder auch stark asymmetrische Langhaarfrisuren äußert. Oftmals schminkt sich der geneigte Emo-Punker noch die traurige Fresse mit ein wenig Liedschatten, um auch stilecht zu leiden, was ihn in gewisser Weise der Gothic-Bewegung nahe bringt. Der Emo-Punk zählt inzwischen eher zum Pop-Sektor der Musik (welcher später ausführlich behandelt werden soll), da jede Wurst die gerne ein Rockstar wäre sich eine Gitarre umlegt, verwaschene Standardriffs runternudelt und ins Mikrofon einen Cocktail aus Herzschmerz ,Streetcredibility und Partylaune heult als gäbe es kein Morgen mehr. Bekannte Vertreter diese „Musik“-Richtung sind Tokyo Hotel und Good Charlotte, wobei die letzteren ein wirklich hartes Los gezogen haben, müssen doch die meisten Bandmitglieder tatsächlich im heruntergekommenen Beverly Hills leben… Manchmal ist Suizid eben doch nachvollziehbar.

Ähnlich heimelig mag es der Spaß-Punker oder Fun-Punk. Die Musik ist ebenfalls einfach gehalten, transportiert aber eher positive Botschaften oder ist gänzlich komödiantisch gemeint. Bekannt sind vor allem die frühen Blink 182 und die Ärzte, wobei deren texte oft von hintergründigem Humor und Ironie zeugen.

Schließlich gibt es noch den Art-Punk, dessen Mitglieder oft im Alltag auch als Künstler, Lyriker oder Ähnlich intellektuelles Volk vor sich hin artelt. Erwähnesnwert sind hier beispielsweise Franz Ferdinand oder the Velvet Underground.

Im nächsten Teil unseres Stadtbummels widmen wir uns dann dem bizarren Phänomen der Popmusik, ein wenig später begeben wir uns hinab in gänzlich düstere Gefilde und abschließend stellen wir den Hip Hop der intelligenten Musik gegenüber… Stay tuned!

flawless!?

platzhalter

Guest Post: Fractal Art

Flawless - WuzzlHere it is, the longed for guest post by my friend flawless. He’s a superb artist and I’m proud of having the opportunity to publish his well-written article about “Fractal Art” on my blog.

You can visit flawless online at use-her-name.deviantart.com and at theotherwayround.blogspot.com.

# # #

frangere (lat.: zerbrechen)

Für die meisten Menschen ist die Mathematik nichts weiter als ein nützliches Werkzeug, das einem beim Einkauf hilft und einem klar macht, dass man auch in 10 Jahren das Eigenheim noch nicht ganz abgezahlt haben wird. Mit Grauen mag einer an die Schulzeit zurückdenken und sich an zahllose Unterrichtsstunden voll dröger und oftmals erschreckend komplizierter Rechenoperationen erinnern… interessant allenfalls für Wissenschaftler, die den Spin eines Quarks im 12 Orbital eines Kohlenstoffmoleküls errechnen wollen.

Doch dass die Mathematik weit mehr als das sein kann, ja dass sie sogar eine nachvollziehbare(!) Schönheit besitzt, mag man kaum glauben. Die „Fraktale Kunst“ jedoch beweist genau das.

In den letzten 30 Jahren hat sich, angetrieben durch den rasend schnellen Fortschritt der Computertechnologie, eine Kunstströmung entwickelt, welche einzig und allein auf mathematischen Phänomenen beruht. Den Stein ins Rollen brachte vor im Jahre 1975 der Computerwissenschaftler Benoit Mandelbrot, der mit seinem berühmten „Mandelbrotmännchen“ eine computergenerierte Darstellung einer mathematischen Iteration schuf und diese als „Fraktal“ bezeichnete.

Ein Fraktal beschreibt die Visualisierung einer mathematischen Operation, deren Eigenschaften und Details sich unendlich wiederholen. Einmal visuell umgesetzt ergeben diese Gleichungen Bilder von faszinierende Tiefe und abstrakter und unwirklicher Schönheit (siehe Weblinks). Oftmals besteht das Objekt aus kleineren Kopien seiner selbst, ein Prinzip welches auch in der Natur häufig Anwendung findet. Die Verästelung von Bäumen oder auch dem Blutkreislauf der Säugetiere entspricht ebenfalls diesem Prinzip.

Doch trotz des an sich sehr komplexen Grundprinzips dieser Kunst sind die meisten Menschen, welche in Bereich der fractal art tätig sind weder Mathematiker noch Künstler im ursprünglichen Sinne. Dank frei erhältlicher Programme wie „Apophys“ oder „Ultra Fractal“ kann Jeder zum Fraktalkünstler werden. Die mathematischen Formeln werden durch Parameter ersetzt, beispielsweise Haupt- und Übergangsfarben, Grundformen etc., welche dann vom Nutzer nach Belieben verändert werden können. Das Programm selbst errechnet daraus in kürzester Zeit das Bild. Die meisten Bilder sind also mehr Zufallsprodukte, welche meiner Meinung nach aber nicht als Kunst durchgehen. Die einfache Bedienung und die Zugänglichkeit der Software sorgen dafür, dass sich diese Kunstform großer Beliebtheit erfreut. Inzwischen wird das Internet von Pseudokunstwerken geradezu überflutet.

Es gibt allerdings auch Ausnahmen: Einige Künstler, darunter oft professionelle Computerkünstler oder Grafikdesigner, versuchen ihre Fraktale mit Konzepten zu versehen und sich entsprechend in die Materie einzuarbeiten. Den Besten unter ihnen gelingt es sogar, realitätsnahe Landschaften und Figuren mit mathematischen Funktionen zu erstellen.

Besonders hervorzuheben ist hierbei der belgische Ingenieur Jos Leys. Gemäß dem Leitspruch „delectare et prodesse“ orientieren sich seine Werke immer an aktuellen mathematischen oder statischen Problemen. Seine Bilder werden in Fachkreisen sogar zur Erklärung und Lösung eben dieser genutzt, auch wenn er sie ursprünglich aus reinem Eigeninteresse erstellt hat.

Die Fraktalkunst ist eine moderne und faszinierende Kunstrichtung, die es wert ist, einmal genauer betrachtet zu werden. Zwar ist nicht alles Kunst was glänzt, doch die wahren Meisterstücke schaffen es mühelos den Betrachter in ihren Bann zu ziehen und bringen ihn der Idee der Unendlichkeit ein wenig näher.

flawless!?

Schöne Beispiele für Fraktalkunst
Jos Leys Homepage

Chuck Norris Facts

Chuck Norris facts for my handful of German subscribers:

Wenns aussieht wie Hühnchen, riecht wie Hühnchen, schmeckt wie Hühnchen und Chuck Norris sagt es ist Rind, dann ist es VERDAMMT NOCH MAL Rind !!!

Chuck Norris niest mit offenen Augen.

Chuck Norris schläft mit einem Kissen unter seiner Pistole.

Chuck Norris kann seine Augen nicht schließen, weil die Augenlider Angst haben, von ihm gesehen zu werden.

Roverandom

Sehr zu empfehlen: Roverandom ist ein Märchen von J.R.R. Tolkien. Ursprünglich erzählte Tolkien diese Geschichte seinen Kindern, nachdem einer seiner Söhne seinen geliebten Spielzeughund am Strand verloren hatte.

Das Märchen erzählt vom kleinen weißen Hund Rover, der die wunderbarsten Abenteuer erlebt. Er begegnet zum Beispiel Zauberern, einem netten Jungen, fabelhaften Wesen und reist sogar auf den Mond und auf den Boden des Meeres.

Roverandom ist wirklich bezaubernd. In jedem Satz spürt man Tolkiens Freude am Erzählen und seine Liebe zu fantastischen Geschichten. Sowohl die Geschichte selbst als auch die sprachlichen Mittel sind für Kinder ebenso geeignet wie für Erwachsene. Das Märchen enthält zwar einige Fremdwörter, aber wie Tolkien schon damals sagte, Kinder müssen auch mit Worten konfrontiert werden, die sie noch nicht kennen, um dazuzulernen. Roverandom ist ein wunderschönes Buch, das man in wenigen Tagen und auch immer wieder mit Freude lesen kann.

Außerdem enthält das Buch ein erläuterndes Nachwort, das interessante Einblicke in das Werk und seine Entstehungsgeschichte gewährt.

Link: Roverandom




All right, Mr DeMille, I'm ready for my close up.

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